Kultur im Ausland erleben

Zwar geht der eine oder andere Schüler bereits während der Schulzeit einmal ins Ausland, ein längerer Auslandsaufenthalt erfolgt meist erst während des Studiums. Leider ist ein mindestens dreimonatiger Auslandsaufenthalt nicht in allen Studiengängen obligatorisch. Wäre das jedoch der Fall, würde die gesamte Gesellschaft hiervon profitieren. Es kann gar nicht überbetont werden, wie sehr ein Auslandaufenthalt für den menschlichen Charakter, die gesamte Person, bereichernd wirkt. Die arrogantesten Menschen haben meist die kleinsten Geister, die beschränktesten Horizonte. Wer reist, andere Kulturen kennenlernt, der erweitert seinen Horizont im wahrsten Sinne des Wortes. Man kann darüber lesen, aber ein Buch kann niemals reale Erfahrungen ersetzen. Wer in seinem Freundes- oder Bekanntenkreis jemanden kennt, der eine gewisse Zeit im Ausland verbracht hat, wird bestätigen können, dass ein Auslandsaufenthalt für die persönliche und charakterliche Entwicklung unermesslich bereichernd wirkt.

Viele Abiturienten werden vor dem Studium zu wahren Globetrottern. Kehren sie zurück, wissen sich oft schier unglaubliche Geschichten zu berichten. Diejenigen, die nicht von der Reiselust befallen sind, können die Euphorie oftmals kaum bis gar nicht nachvollziehen. Folgendes Sprichwort gibt es jedoch nicht umsonst: „Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon.“ An dieser Stelle soll jedoch nicht verschwiegen werden, dass das Kennenlernen fremder Kulturen oftmals auch mit einem sogenannten Kulturschock verbunden sein kann. Wer gesehen hat, wie in Lima – der Hauptstadt Perus – 8 Millionen Menschen größtenteils ohne Strom und fließend Wasser leben, der wird feststellen, dass er gar keine Probleme hat.
Schließlich gilt zusätzlich festzuhalten, dass das Kennenlernen fremder Kulturen zur Steigerung der eigenen Selbstzufriedenheit führt. Das Streben nach kommerziellen Luxusgütern macht auf lange Sicht nicht glücklich, auch wenn es kurz- und mittelfristig so scheint.


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